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Sabine Placke geht in den Ruhestand

„Ich sollte bei meinem Einstellungsgespräch versprechen, dass ich fünf Jahre bleibe. Das konnte ich nicht, weil mir fünf Jahre sehr lang vorkamen“, erzählt Sabine Placke und ist ein wenig erstaunt, dass aus den von der Gemeinde geforderten 5 Jahren 37 Jahre geworden sind. „Aber eigentlich ist das gar nicht so erstaunlich, denn alle meine Chefs, mit denen ich zusammenarbeiten durfte, haben mir viele Freiheiten gewährt und mir viel zugetraut“, erklärt sie. „Ich konnte immer viel ausprobieren. So entstanden u.a. der Gottesdienst „Mit Gottes Segen in den Urlaub“ und meine aufsuchende Arbeit im Rondoleum.“ Hier veranstaltete Sabine Placke einige Male einen Kinderferienspaß und leitete lange ein Kindergruppe. „Diese vielfältige Arbeit hat mich wirklich beflügelt.“ Und so blickt sie jetzt auf 37 Berufsjahre in Schwelm zurück.

Vom Ehren- zum Hauptamt
Die gebürtige Gevelsbergerin trat nach einem Studium der Religionspädagogik an der Fachhochschule Düsseldorf und einem anschließenden Anerkennungsjahr in der Markus-Kirchengemeinde in Düsseldorf am 1. März 1985 ihren Dienst als Gemeindepädagogin in der Evangelischen Kirchengemeinde Schwelm an. „Ich wurde mit 20 Wochenstunden als Mitarbeiterin in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Johannes-Gemeindehaus angestellt“, erzählt Sabine Placke. Neben ihrer Arbeit als Jugendmitarbeiterin begann sie bald, sich ehrenamtlich in der Alleinerziehendenarbeit zu engagieren. Sie gründete die „Oase“, einen Ort, in dem sich alleinerziehende Mütter und Väter treffen und austauschen konnten, baute einen Singlekreis auf und leitete diverse thematische Arbeitskreise im Johannes-Gemeindehaus. Dieses ehrenamtliche Engagement mündete im Jahr 1990 in einer Aufstockung der Arbeitszeit auf 30 Wochenstunden. Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Schwelm unterstützte so das bis dahin ehrenamtliche Engagement von Sabine Placke und schuf ein neues Arbeitsfeld, in dem Sabine Placke bis zum Jahr 2007 tätig war.

Zeiten der Veränderungen
„Mit dem Weggang von Cornelia Sippel, die die Jugendarbeit im Paulus-Gemeindehaus geleitet hatte, musste die Jugendarbeit in der Kirchengemeinde neu organisiert werden“, erklärt Sabine Placke, warum im Jahr 2007 ihr Dienstauftrag und damit ihr Arbeitsfeld verändert wurde. „Die 10 Wochenstunden für Erwachsenenarbeit wurden umgewandelt, so dass ich dann mit 30 Stunden in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen tätig war“, erzählt sie. Seit der Aufgabe des Johannes-Gemeindehauses im Jahr 2005 arbeitete Sabine Placke im ÖZ und seit 2007 auch im Paulus-Gemeindehaus als Jugendmitarbeiterin.
Zum 1. November 2010 stand die nächste berufliche Veränderung für die Dipl. Religionspädagogin an. Mit 15 Wochenstunden übernahm sie in der Mediothek des Kirchenkreises Schwelm ein für sie neues Arbeitsfeld und war darüber hinaus weiterhin mit 24 Wochenstunden in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Evangelischen Kirchengemeinde Schwelm tätig.
Seit 2013 gibt sie darüber hinaus mit 2 Wochenstunden Religionsunterricht an der Nordstadt-Grundschule in Schwelm und organisiert dort Schulgottesdienste.
Auf die Frage, was ihr bei all den Veränderungen in ihrer Arbeit am wichtigsten war und ist, antwortet sie: „Die Spiritualität mit Kindern und Jugendlichen liegt mir besonders am Herzen. Und ich habe immer versucht, engen Kontakt zu den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu halten, mit denen ich arbeite. Gerade für Kinder und Jugendliche ist es in der heutigen Zeit wichtig, eine Anlaufstelle zu haben.“ Und gerade die „schwierigen“ Kinder, die oft durchs Raster fallen, lagen und liegen ihr am Herzen. „Diesen Kindern wollte ich immer ein Stück Heimat geben. Sie sollten spüren, dass sie OK sind.“
Und wer Sabine Placke kennt, wundert sich nicht, dass sie schon Pläne hat, wie sie sich in Zukunft ehrenamtlich in der Schwelmer Gemeinde einbringen will. „Ich weiß, dass ich aufpassen muss, dass es nicht zu viel wird“, sagt sie mit einem Schmunzeln und zählt dann den Literatur- und den Strickkreis im Paulus-Gemeindehaus, die Frauenhilfe im Petrus-Gemeindehaus, den Ferienspaß und die Trauerarbeit auf, die sie aufbauen möchte.
Am 14. August wird Sabine Placke um 16 Uhr in einem feierlichen Open-Air-Gottesdienst am Paulus-Gemeindehaus in Schwelm in den Ruhestand verabschiedet. Dazu lädt die Gemeinde herzlich ein.

 (HB)

 

 

 


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